Goldenage Jazzband Bern
Golden Age Jazzband Bern - Traditioneller Jazz, Dixieland, Blues, Swing

Pressespiegel

 

Berner Zeitung
3.10.2005

BZ

Golden Age begeisterte

Die Golden Age Jazzband aus Bern spielte im Gerbestock vor vollem Haus. Die Band… gab in Kerzers ihre neu arrangierten Stücke mit grossem Erfolg zum Besten. Die von Gerd Müller geleitete Formation hat mit Marcel Kaderli und dem musikalischen Leiter Heinz Fahrni zwei erfahrene Jazzer in ihren Reihen. Besonders der bald 75-jährige Posaunist Marcel Kaderli zählt zu den Grössen der Berner Jazzszene und spielt nach 20 Jahren in einer Tanzkapelle nun bereits 30 Jahre bei der Golden Age Jazzband, davon die letzten 3 Jahre in der aktuellen Formation.

 

Berner Zeitung
20.08.2004

BZ

Seit fünf Jahren ist die Band wieder aktiv

Im Jahr 1975 schlossen sich in Bern bekannte Amateurjazzer zur Golden Age Jazzband zusammen. Nach gut 20 Jahren haben sich viele Musiker aus Altersgründen verabschiedet. Seit 1999 gibt es die Band wieder.

Einziger Musiker, der schon 1975 dabei war, ist der bald 74-jährige Marcel Kaderli, der in den 50er Jahren zu den Grossen der Berner Szene zählte. Ueber 20 Jahre war der Berner Posaunist bei den damals national bekannten Berner Harlems dabei, die mit grossem Erfolg Jazz als Tanzmusik zelebrierten. Wo die Harlems auftraten waren die Tanzlokale jeweils ausverkauft. Legendärwaren damals die Auftritte im Honky-Tonk-Jazzclub, in der Glocke und im Kornhauskeller. "1951 belegten wir beim ersten Zürcher Jazzfestival den vierten Rang" erinnert sich Marcel Kaderli, der heute seine Gravurwerkstätte an der Belpstrasse immer noch für seinen grossen Bekanntenkreis führt. Mit Musik ist Kaderli als 10-jähriger bei der Knabenmusik gestartet. Nach dem Ende der Harlems wirkte er viele Jahre als Freelance.

Mit Heinz Bigler. Unvergesslich sind seine Auftritte mit der Berner Jazzlegende Heinz Bigler und dessen Bruder Armin im damaligen Jazzclub im Kornhauskeller. Aber auch bei den Red Hot Peppers und den Scheicheheizern war er viele Jahre dabei. Marcel Kaderli hat also bis heute über 50 Jahre Oldtimejazz gespielt. Seine Lieblingsmusik sind aber die klassischen Werke von Wagner sowie Bigbandmusik. Nebenbei wirkt er noch als Kantor der Druidenloge in Muri und spielt bei der Berner Marschmusik die Pauke. "1956 waren wir mit den Harlems auf einer Aegypten-Tournee als die Suezkrise ausgebrochen ist. Das war hektisch."

Bandleader Gerd Müller. Geleitet wird die Band in administrativer Hinsicht vom Pianisten und Mr. Swing Gerd Müller (Bern), der erst mit 50 Jahren in den Jazz eingestiegen ist. Früher wirkte er 12 Jahre als Geiger. 1999 war der Betriebswirtschafter Mitbegründer der Bümplizer ArtRose Jazzband. Sein grosses Vorbild ist Duke Ellington. Der Huttwiler Basist Martin Schulze kommt von der Volksmusik. Die Golden Age Band ist sein Einstieg in den Jazz. Autodidaktisch hat er sich Dutzende von Jazzstücken beigebracht. Jüngstes Bandmitglied und  zugleich das am besten ausgebildete ist der Klarinettist Alex Ammann (Bern). Er hat eine klassische Ausbildung hinter sich und gilt noch heute als Mozart-Spezialist. Er konnte aber der grossen Anziehungskraft des Jazz nicht widerstehen. Erst seit einigen Monaten in der Band ist der Schlagzeuger Markus Kohler (Schliern), der viele Jahre in zahlreichen Formationen als Rock- und Freejazzer gewirkt hat.

Der Musikalische Leiter. Am zweitmeisten Erfahrung neben Marcel Kaderli hat der Thuner Trompeter Heinz Fahrni. Vor über 50 Jahren spielte er zusammen mit der Thuner Jazzlegende Hans Fankhauser in einer Thuner Bigband. Später war er erster Trompeter im Spiel des Rgt 18. Auch hier war Hans Fankhauser, heute Leader der Thuner White Sox Jazzband (Profiformation), an seiner Seite. Ab 1953 spielte Fahrni bei den Hot Five aus Leysin und der Ambassador Jazzband Olten. Schon als Knabe spielter er übrigens intensiv Trompete und Sax, da sein Vater damals die Knabenmusik Steffisburg leitete. 1960 hat er aus beruflichen Gründen mit dem Jazz aufgehört, nur noch beim Musikverein Spiez die Trompete geblasen und als Trompetenlehrer gewirkt. "Als ich pensioniert wurde, hat es mich unabdingbar zum Jazz zurückgezogen. Und so bin ich bei der Golden Age Jazzband gelandet.

Im Kulturkeller Gerbestock Nun spielt die Golden Age Jazzband am Samstag erstmals im Gerbestock in Kerzers. Obwohl die Band ein Durchschnittsalter von rund 60 Jahren aufweist, bezieht sich der Name auf die gespielte Musik der 20er- und 30er- Jahre. Leute wie Tommy Dorsey, Louis Armstrong, Harry James oder Chet Baker standen der Band Pate. Ein weiteres Merkmal der Band ist das gegenseitige Verstehen, denn da spielen sechs Musiker, die sich menschlich sehr gut verstehen und blind harmonieren. Die feststellbare menschliche Wärme überträgt sich automatisch auf's Publikum. Die Band hat ihr Probenlokal im Altersheim Lentulus in Bern. Einmal im Monat wird den Altersheiminsassen ein Gratiskonzert geboten. Edgar Fahrni

 

Freiburger Nachrichten
18.08.2004

 freiburgsignet

Schöner alter Jazz im Gerbestock

Mit ihrem gelungenen Mix aus fröhlichem Dixieland, stimmungsvollem traditionellen Jazz im Chicagoer Stil der 20er- und 30er-Jahre, erdigem Blues und pulsierendem Swing begeistert die in Bern beheimatete "Golden Age Jazzband" ihr Publikum bei jedem Auftritt von neuem.

Das Repertoire der 1975 gegründeten und zur festen Institution in der Schweizeer Jazz-Szene gewordenen Band ist ungewöhnlich breit angelegt und besteht aus Klassikern des readitionellen Jazz. "All Of Me", "Basin' Street Blues", "Blue Monk", "Creole Love Call", "Muskrat Ramble" und "Petite Fleur" sind nur einige Beispiele. Hoch stehende musikalische Vorbilder und viele andere musikalische Einflüsse geben der Band einen eigenen, unverwechselbaren Sound. Die Freude am unverkrampften, aber gekonnten Musizieren und die spürbare menschliche Harmonie der Musiker untereinander schaffen eine gelöste Stimmung und ein Klima von unbeschwerter Fröhlichkeit, deren Funke sehr schnell aufs Publikum überspringt. ugu

 

Und hier noch ein historischer Artikel aus dem Jahr 1980:

Berner Zeitung
30.10.1980
Region Bern

BZ

Golden Age Jazzband dabei

Am 7.  und 8. November finden in der Aula der Sekundarschule Köniz die zweiten Könizer Jazztage statt. Die BZ nimmt dies zum Anlass, einige Teilnehmer vorzustellen. Am Samstag, der hauptsächlich dem Dixierland gehört, tritt die Golden Age Jazzband auf.

M.R. Wie alt die Band genau ist, weiss keiner der Musiker genau. Laut Bassist Jürg Fischer gibt es weder eine Gründungsurkunde noch Statuten. "Vielleicht hat uns deshalb ein Kritiker als 'Hobby-Gruppe' bezeichnet", meinte Fischer weiter. Die Musiker beschlossen damals, Musik zu spielen, wie sie während des Golden Age Of Jazz verbreitet war. "Unter Golden Age Of Jazz verstehen vielleicht nicht alle Leute dasselbe", erläutert der Bassist weiter, "wir meinen damit die Aera des Swing und des Dixieland-Revival, die Zeit also, in der der Jazz die populäre Musik war." Von der musikalischen Absicht leitet die Band auch den Namen ab. Sie spielt hauptsächlich Dixieland und Swing, wobei sie versucht, einen leichten, swingenden Rhythmus zu spielen. Fischer bemerkt weiter, die Band habe aber auch verschiedene alte Stücke im Repertoire und bemühe sich, den alten Stil zu spielen. "Unser Eric wechselt dann von der Gitarre zum Banjo, wobei seine Augen einen verklärten Blick bekommen", erklärt Jürg Fischer. Die Golden Age Jazzband besteht aus sieben Musikern, grösstenteils bereits "mittelalterliche Käuze", wie sie selber meinen. Die meisten haben bereits in ihrer Jugend gespielt. So waren der Posaunist Marcel Kaderli und der Trompeter Jean-Pierre Küenzli Mitglieder der legendären Harlems, die vor gut 20 Jahren die Berner Jazz-Szene beherrscht haben. Der Klarinettist Heinz "Long" Wälchli war Mitbegründer der Berner Longstreet Jazzband, der Pianist Johnny Schweizer spielte bei den Old Time Players, der Bassist Jürg Fischer musizierte, allerdings mit dem Tenorsax und der Violine, beim Claude-Vuillemier-Septet und der Gitarrist Eric Duc und der Schlagzeuger Freddie Herrmann gehörten zur Formation Julon Favrés Jazzmen. 

 

 

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